GNZ 18.10.2018 – B-Team

FC Burgjoß — SV09 Somborn II 2:2 (1:0)

In der ersten Halbzeit agierten die Gäste leicht überlegen, wobei die personell etwas ausgedünnten Burgjosser im Angriff stets gefährlich waren. Hätte Ensar Akbulut in der 67. Minute nicht den Pfosten getroffen, wäre für die Jossgründer ein Heimsieg durchaus drin gewesen.
Schiedsrichter: Mehana (Gemünden).
Zuschauer: 40.
Tore: Grande 1:0 (32.), Gutjer 1:1 (54.), Pfeiffer 2:1 (80.), 2:2 Haje (85.).
Beste Spieler: Beide Mannschaften geschlossen.

GNZ 15.10.2018 – B-Team

SV09 Somborn II – VfR Meerholz II 4:0 (2:0)

Paul Gutjer führte Somborn früh auf die Siegerstraße. Durch den Doppelpack von Qassim Haje und dem ersten Senioren-Tor von Alban Gashi stand am Ende ein ungefährdeter 4:0-Sieg auf der Anzeige. „Gashi hat bis vor Kurzem noch in der A-Jugend gespielt und macht heute in seinem zweiten Einsatz gleich sein erstes Tor. Da ist er ruhig geblieben und hat den Ball über den Keeper gehoben. Das war das Tor des Tages“, freut sich SVS-Pressesprecher Müller.
SR: Bange (Hanau).
Zuschauer: 35.
Tore: 1:0 Gutjer (18.), 2:0 Haje (45.+ 3), 3:0 Gashi (85.), 4:0 Haje (87.).
Rote Karte: Koc (87./Meerholz).
Bester Spieler: Haje (SVS).

GNZ 04.10.2018 – B-Team

SV09 Somborn II — Germania Rothenbergen II 1:1 (0:0)

„Wenn wir in der ersten Hälfte 0:5 hinten liegen, wäre das richtig gewesen“, moniert SVS-Spielertrainer Steffen Schaffrath das lustlose Spiel seiner Mannschaft. Nach einem langen Einwurf kam Röller frei vor das Tor des SVS und bekam einen abgewehrten Ball auf den Fuß, zum 0:1. In der 92. Minute der glückliche Ausgleich: Schlenz brauchte nach einem Zweikampf in der Luft mit dem Gästekeeper frei vor dem Tor nur noch einzuschieben.
SR: Schrödter (Eichen).
Z: 30.
Tore: Röller 0:1 (57.), 1:1 Schlenz (92.).
Beste Spieler: Bossert (SVS II) – Lenz, Weber, Röller (R II).

GNZ 29.09.2018 – A-Team

Der SV09 Somborn zieht seine erste Mannschaft zurück

Teamsprecher Öztürk und Preis kritisieren Vorstands-Entscheidung

Fußball (dg). Die sich bereits seit Tagen anbahnende Entscheidung ist gefallen: Der SV09 Somborn zieht seine erste Mannschaft aufgrund von Personalmangel mit sofortiger Wirkung aus der Kreisoberliga Gelnhausen zurück. Der Bruch zwischen Teilen der Mannschaft und dem Vereinsvorstand hat sich als unüberbrückbar herausgestellt. Die Freigerichter stehen damit als erster Absteiger aus der heimischen „Königsklasse“ fest. Das Team wird an das Tabellenende gesetzt, alle weiteren Spiele des SVS werden jeweils mit 3:0 für den kommenden Gegner gewertet. Die zweite Mannschaft der Freigerichter spielt weiterhin in der Kreisliga B, hat aber in der laufenden Saison kein Aufstiegsrecht. Die Somborner wollen in der kommenden Saison in der Kreisliga A Gelnhausen einen Neuanfang starten.
Der stellvertretende Vorsitzende des SV09 Somborn, Marcus Adam, bestätigte gestern den Rückzug: „Die erste Mannschaft hat sich am Donnerstagabend noch einmal zu einer Unterredung getroffen. Dabei hat sich die grundsätzliche Ausgangsposition nicht mehr verändert. Einige Spieler sind nicht bereit, die Position des Vorstands zu akzeptieren, wir sind von Vorstands-Seite her nicht bereit, nachzugeben.“ Es sei nicht erkennbar, dass sich die aus Sicht des Vorstandes inakzeptable Einstellung der Mannschaft in puncto adäquate Teilnahme am Vereinsleben und respektvoller Umgang mit Ehrenamtlern geändert habe oder ändern werde.
Spielertrainer Zortuk erklärt enttäuscht seinen Rücktritt
„Aufgrund dessen haben wir uns zum sofortigen Rückzug des Teams entschieden“, verdeutlichte Adam. Die Tür stünde aber für diejenigen Spieler weiter offen, die im B-Team weiterspielen wollten, betonte der Funktionär. Die genaue Anzahl der Spieler des Erstmannschaftskaders, die sich vom SVS distanzieren und nicht mehr das SVS-Trikot tragen werden, vermochte Adam nicht zu nennen. Für diese „abtrünnigen“ Akteure ist ein Vereinswechsel laut Statuten erst in der nächsten Wechselperiode (1. bis 31. Januar 2019) möglich. „Wobei die Wartefrist entfällt, wenn das letzte Pflichtspiel nachweislich länger als sechs Monate zurückliegt“, wie Kreisfußballwart Gerhard Pfeifer in seiner offiziellen Mitteilung des Sachverhaltes ergänzte. Derweil stellte Marcus Adam abschließend klar: „Wir schauen jetzt nach vorne mit der Intention, in der kommenden Saison in der Kreisliga A einen Neuanfang zu starten.“
Nach dem Bekanntwerden dieser weitreichenden Entscheidung äußerten sich auch Spielertrainer Tuncay Zortuk und die Spieler Volkan Öztürk und Michael Preis im Namen der Mannschaft. Ihre Darstellung der vereinsinternen Vorgänge fällt naturgemäß anders aus als die Argumentation von Vorstandsseite und erweckt den Eindruck, die Chefetage hätte aufgrund finanziel1er Engpässe nur auf eine Gelegenheit gewartet, um einen Notbremsen-Hebel zu betätigen.
Zortuk erklärte: „Es ist in jedem Fall schade, dass es so weit gekommen ist, und ich bin der Meinung, dass es nicht so weit hätte kommen müssen. Als Konsequenz der jüngsten Entwicklung habe ich dem Vorstand meinen Rücktritt mitgeteilt. Ich hatte hier schöne anderthalb Jahre als Spielertrainer und alle in Somborn sehr lieb gewonnen — wir gehen im Guten auseinander, ich werde jetzt erst einmal eine Pause einlegen.“ Sicherlich habe auch die Mannschaft Fehler gemacht, aber der Vorstand habe aus seiner Sicht überreagiert, sagt Zortuk.
In dieselbe Kerbe schlugen Torwart Volkan Öztürk und Routinier Michael Preis, die stellvertretend für die erste Mannschaft des SV09 Somborn Stellung bezogen. „Sicherlich haben wir auch als Mannschaft Fehler gemacht, die aber unserer Meinung nach weniger gravierend waren, als es der Vorstand öffentlich dargestellt hat. Wir sind schockiert, welche drastischen Folgen daraus erwachsen sind. Wir legen Wert auf die Feststellung, dass es nur einzelne Spieler waren, die Probleme mit dem Vorstand hatten. Der Vorstand hat nicht versucht, eine gemeinsame und einvernehmliche Lösung zu finden, uns wurde die Pistole auf die Brust gesetzt. Es war von mangelnder Trainingsbeteiligung die Rede. Dass wir zurzeit viele Verletzte und auch auswärtige Spieler haben, die absprachegemäß nur einmal in der Woche trainieren, muss in diesem Zusammenhang unbedingt auch erwähnt werden. Wir haben in aller Regel auch die Trainingstore weggestellt, auch diejenigen der Jugendmannschaften.“
Der Vorstand habe den konstruktiven Dialog mit der Mannschaft nicht gesucht, „wir Spieler hatten den Eindruck, es wurde regelrecht nach Fehlern von uns gesucht, die dann prompt auch gefunden wurden. Auch der Zeitpunkt der vom Vorstand anberaumten ‚Aussprache‘ ist bemerkenswert. Wir hatten aus den zurückliegenden drei Spielen immerhin sieben Punkte geholt und standen im gesicherten Mittelfeld. Da muss die Frage erlaubt sein, ob eine solche Aktion des Vorstandes in diesem Moment wirklich nötig war“, erklärten Öztürk und Preis.
Auch der Vorwurf des mangelnden Respekts gegenüber Ehrenamtlern und der mangelhaften Teilnahme am Vereinsleben sei so nicht richtig: „Wir sind alle Menschen mit Emotionen, und dass gerade unmittelbar nach Niederlagen nicht immer alles so vernünftig ist, was Spieler so von sich geben, sollte nachvollziehbar sein. Wir haben aber niemanden bewusst respektlos behandelt und sehr wohl regelmäßig am Vereinsleben teilgenommen. Dass Amateurspieler aber auch nicht immer vollzählig und gleichzeitig bei Vereinsfesten erscheinen können, sollte auch jeder akzeptieren.“
Abschließend verwehren sich die Teamsprecher entschieden gegen Mutmaßungen, wonach es sich im „Fall Somborn“ auch um kulturelle Differenzen — im Kader stehen viele Spieler mit Migrationshintergrund — gehandelt habe: „Wir waren eine funktionierende Mannschaft und wären es auch weiterhin gewesen.“

GNZ 29.09.2018 – A-Team

Ein Novum und viele Fehler

Kommentar von Dieter Geissler
Der Vereinsvorstand des SV09 Somborn hat mit seine Entscheidunq, die erste Mannschaft mit sofortiger Wirkung vom Kreisoberliga-Spielbetrieb zurückzuziehen und das Reserveteam in der Kreisliga B zu belassen, für ein Novum im Fußballkreis Gelnhausen gesorgt. Diesbezüglich bleibt festzuhalten: Sowohl die Chefetage des Vereins als auch die Spieler des Somborner Kaders haben fatale Fehler gemacht, die zu dieser in vielerlei Hinsicht unrühmlichen Entwicklung geführt haben.
Offensichtlich gab es schon im Verlauf der zurückliegenden Monate dramatische Kommunikationsdefizite auf beiden Seiten, sonst hätte es sicherlich nicht so weit kommen müssen. Wie genervt muss ein Vorstand von einer Mannschaft sein, dass das Gremium die Spieler vor die Wahl stellt, sich entweder zu ändern oder das Weite zu suchen? Hätte ein konstruktiver Dialog im Vorfeld der Saison — der Grundkonflikt schwelte offenkundig schon in der vergangenen Spielrunde — zur Deeskalation beitragen können? Hierüber kann man nur Mutmaßungen anstellen.
Warum die Vorstandsmitglieder den Spielern eine mangelhafte Einstellung sowohl auf dem Platz als auch in puncto Vereinsidentifikation vorwerfen, ist hingegen etwas klarer nachzuvollziehen. In einer Mannschaft, die sich in der vergangenen Saison dank mangelhafter Konkurrenzfähigkeit in der Gruppenliga Woche für Woche abschießen lassen musste, leidet naturgemäß die Motivation, und ein gewisser Schlendrian im Training ist angesichts einer solchen Konstellation durchaus vorstellbar. Das für sich genommen ist nicht positiv, aber mit Blick auf eine Amateurtruppe keinesfalls eine Rechtfertigung für die Abmeldung des Teams.
Der Vorwurf der mangelnden Identifikation einiger Somborner Spieler mit ihrem Klub wiegt indes schwerer und wirft ein Schlaglicht auf eine grundsätzliche Fehlentwicklung, die seit vielen Jahren in der Amateurfußballszene zu beobachten ist: Das Geld spielt eine zu große Rolle. Es kann nicht ernsthaft sein, dass beispielsweise ein Mittelklasse-A-Ligist zur Unterhaltung seines Spielerkaders — und das ist eine gesicherte Zahl — pro Saison eine Summe von 6000 Euro für Aufwandsentschädigungen und Prämienzahlungen benötigt. Eine Summe, die sich für Kreisoberligisten und noch höherklassiger spielende Teams entsprechend potenziert. Wenn dieser Faktor keine Rolle spielen würde, dann hätte es diesen schon jetzt historischen Somborner Rückzug garantiert nicht gegeben.

Der SV09 zieht sein A-Team zurück

Der SV09 Somborn zieht mit sofortiger Wirkung sein A-Team aus der Kreisoberliga Gelnhausen zurück. Der Grund: Unüberbrückbare Differenzen zwischen dem Vorstand und dem Team. Auf Grund von Fehlverhalten einzelner Spieler, die sich die Verantwortlichen des SV09 Somborn nicht mehr gefallen lassen wollten, wurden klare Vorgaben zu eigentlich selbstverständlichen Verhaltensweisen, wie Respekt, Wertschätzung und Vereinsleben, gefordert. Dies wurde schon mehrfach mit der Mannschaft und in Einzelgesprächen thematisiert. Eine grundlegende Verbesserung konnten die Verantwortlichen nicht erkennen und forderten die Mannschaft auf, ihr Verhalten umgehend zu verändern.
Erstaunt war man, dass die Mehrheit der Spieler auf diese Forderungen nicht einging oder sie erst gar nicht verstand, stattdessen wurde nur über die vorübergehenden Sanktionen diskutiert.
Zu Veränderungen waren Teile der Mannschaft nicht bereit, bzw. fühlten sich zu unrecht kritisiert.
Diesen Spielern folgten weitere Spieler, die nun ebenfalls beabsichtigen den Verein zu verlassen und nicht das Angebot des SV09 annehmen wollen weiter für den Verein zu spielen. Die Verantwortlichen bedauern, dass sich auch die Spieler, denen kein Vorwurf gemacht wurde, gegen eine Verbleib in Somborn aussprachen und sich mit den „Quertreibern“ solidarisierten. Dennoch ist der Verein bereit, den Spielern, die sich mit vorgegebenen Werten identifizieren, zusammenzuarbeiten.
Somit bestätigten sich die Befürchtungen, die die Verantwortlichen des SV09 schon seit langer Zeit hegen. Die Gefahr bestand immer, dass, sollte man Teile der Mannschaft oder einzelne Spieler kritisieren oder sanktionieren, die Mannschaft den Spielausschuss versucht zu erpressen, wie in der Vergangenheit bereits geschehen.
Diese Situation war für die ehrenamtlich Tätigen nicht mehr tragbar. Es wurde in den vergangenen Wochen auch immer schwerer gegenüber den Mitgliedern zu vermitteln, für was die Mannschaft stand.

Der SV09 steht damit als erster Absteiger fest und das B-Team verliert in der laufenden Saison das Aufstiegsrecht. Für die kommende Saison plant der SV09 Somborn in der A- und B-Klasse zu starten.
Die Verantwortlichen sehen nun die große Chance eines Neuanfangs, an dem ab sofort mit vereinten Kräften und breiter Zustimmung gearbeitet wird.

Der Spielausschuss                                            Der Vorstand

GNZ 28.09.2018 – A-Team

SV09 Somborn vor Kreisoberliga-Rückzug

Alle Anzeichen sprechen dafür/ Rinkenberger: „Wir müssen Flagge zeigen“

Fußball (dg). Die Spielerrevolte beim Kreisoberligisten SV09 Somborn schlägt weiter hohe Wellen. Mittlerweile verdichten sich die Anzeichen vehement, dass die Freigerichter ihre erste Mannschaft zurückziehen werden. Mit einer offiziellen Mitteilung bezüglich dieser Thematik ist heute zu rechnen.
Der Vorstand hatte Teilen des Erstmannschaftskaders des aktuellen Tabellensiebten Ignoranz, Respektlosigkeit, einen generellen Schlendrian und eine mangelhafte Identifikation mit dem Verein vorgeworfen. Die Spieler wurden im Rahmen einer Aussprache am Dienstag vor die Wahl gestellt, diese vermeintlichen Mängel abzustellen oder ihren Hut zu nehmen. Wobei sich der Vorstand vorbehielt, Aufwandsentschädigungen an die Spieler erst dann wieder vollumfänglich zu zahlen, wenn sich die generelle Einstellung der Mannschaft gebessert habe.
Daraufhin hatte sich offenbar eine Gruppe von Spielern gegen den Vorstand gestellt und erklärt, nicht mehr für den SVS spielen zu wollen. Gestern verstärkte sich der Eindruck, dass dieser Konflikt nicht mehr zu heilen ist. Somborns Vereinsvorsitzender Horst Rinkenberger erklärte: „Es gab zu viele Punkte, die zur beschriebenen Aussprache geführt haben.“ Der Verein habe auf eine entsprechende Reaktion der Einsicht aus den Reihen der Mannschaft erhofft, diese habe sich aber keineswegs im erwarteten Ausmaß eingestellt. „Wir müssen vor diesem Hintergrund konsequent sein und Flagge zeigen — genau das werden wir tun“, bekräftigte Rinkenberger.
Der Ältestenrat des SV09 Somborn hat in dieser Sache ebenfalls getagt: Hier gab es kritische Stimmen, der Vorstandbeschluss blieb aber bestehen.
Offizielle Erklärung soll heute erfolgen
Auf die Frage, ob der SV09 Somborn sein am Sonntag anstehendes Kreisoberliga-Match in Bad Orb bestreiten werde, antwortete Rinkenberger: „Das kann ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht sagen.“ Es gebe noch interne Konsultierungen und Sondierungen. Mit einer diesbezüglichen offiziellen Entscheidung, die dann auch grundsätzlichen Charakter haben dürfte, ist für heute zu rechnen.
Laut GNZ-Informationen deuten alle Anzeichen darauf hin, dass die Gruppe der „Rebellen“ in der Mannschaft mit dem Thema SV09 Somborn abgeschlossen hat und die Freigerichter deshalb ihre erste Mannschaft aufgrund von Personalmangel aus der Kreisoberliga Gelnhausen zurückziehen werden.
Verein plant Neuanfang In der Kreisliga A
Das hätte satzungsgemäße Folgen: In diesem Fall lägen die Spieler des aktuellen Somborner Kaders sechs Monate auf Eis, sie dürften nicht ohne Weiteres zu anderen Klubs wechseln. Der SV09 Somborn stünde als erster Absteiger aus der Kreisoberliga fest. Der Klub würde formal an das Tabellenende gesetzt, alle weiteren Spiele würden jeweils mit 3:0 für die kommenden Gegner gewertet.
Die in der B-Liga spielende zweite Mannschaft hätte in der laufenden Saison kein Aufstiegsrecht. Die Intention des Somborner Vorstands geht offenbar dahin, in der kommenden Saison in der Kreisliga A einen Neuanfang starten zu wollen. Das Einzige, was jetzt noch fehlt, ist die Bestätigung dieses intern bereits hinlänglich besprochenen Szenarios.

GNZ 27.09.2018 – A-Team

Spielerrevolte beim SV09 Somborn

Der Kreisoberliga-Mannschaft droht das Aus / Vorstand fährt harten Kurs

Fußball (dg). Spieler-Revolte beim Kreisoberligisten SV09 Somborn: Beim aktuellen Tabellensiebten der heimischen Königsklasse hat es zwischen dem Vorstand und Teilen des Kaders der ersten Mannschaft derart massiv gekracht, dass das Team aufgrund von Personalmangel gestern Abend nicht zum Kreispokal-Derby beim SV Bernbach antreten konnte (Die Bernbacher stehen kampflos in der nächsten Runde).
In einer Krisensitzung am Dienstagabend hatte der SVS-Vorstand den Spielern mangelnde Identifikation mit dem Verein und respektloses Verhalten gegenüber ehrenamtlich für den Klub tätige Personen vorgeworfen. Daraufhin haben offenbar mehrere Spieler beschlossen, nicht mehr für die Somborner auflaufen zu wollen. Der stellvertretende Vorsitzende Marcus Adam machte deutlich: „Wir bleiben bei unserer Linie und ziehen diese in jedem Fall durch.“ Will heißen: Der Vorstand nimmt gegebenenfalls auch einen Rückzug der ersten Mannschaft in Kauf. Ob das Team am Sonntag zum fälligen Kreisoberliga-Match in Bad Orb antritt, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gesichert.
Adam erklärte auf Anfrage der GNZ die Hintergründe: „Uns als Vorstand geht es darum, dass wir seit geraumer Zeit innerhalb unserer ersten Mannschaft Verhaltensweisen beobachten, die wir so nicht weiter tolerieren. Diesbezüglich sind wir uns als Vereinsführung zu 100 Prozent einig.“ Der amtierende Vorstand habe bei seiner Wahl deutlich gemacht, dass höherklassige sportliche Erfolge der ersten Mannschaft, die in den vergangenen, Jahren zeitweise in der Verbandsliga gespielt hat, aus rein wirtschaftlichen Erwägungen nicht mehr die oberste Prämisse des Vereins sein könnten.
„Wir hatten vor der vergangenen Saison nur, ein sehr kleines Zeitfenster zur Verfügung, um eine Gruppenliga-Mannschaft auf die Beine zu stellen. Ehrlich gesagt, war uns schon von Saisonbeginn an klar, dass wir keine konkurrenzfähige Mannschaft haben und aus der Gruppenliga absteigen werden. Wir hatten das auch seinerzeit mit den Spielern und dem Spielertrainer Tuncay Zortuk ganz offen besprochen. In dieser Situation war es nicht angebracht, auf den Spielern rumzuhacken, wenn es nicht läuft“, erklärte Adam.
Mangelnde Identifikation, Schlendrian und Respektlosigkeit kritisiert
Allerdings hätte sich im Team seinerzeit „ein gewisses Verhalten“ eingeschlichen, das in der laufenden Saison vermehrt zutage getreten sei und die Atmosphäre im Klub negativ beeinflusst habe. „Die Trainingsbeteiligung ist mangelhaft, der nötige Ehrgeiz fehlt, es gibt einen gewissen Schlendrian.“
Viele Spieler der ersten Mannschaft hätten vor der Saison argumentiert, dass die Kreisoberliga locker zu packen sei. „Wir vom Vorstand haben von vornherein gewarnt, dass auch diese Spielklasse kein Selbstläufer ist“, betont Adam. Der Vorstand habe viele Gespräche geführt und Signale gesetzt, aber es sei keine Verbesserung der Lage eingetreten.
Im Gegenteil: „Spieler bekennen sich bei Vereinsveranstaltungen nicht zu ihrem Klub. Sie behandeln unseren 71-jährigen Platzwart respektlos, indem sie nach einer Heimniederlage zu ihm sagen: „Auf diesem Platz kann man nicht gewinnen“, und bedenken dabei nicht, dass es der Gegner sehr wohl vermocht hat, das Spiel auf eben jenem Platz erfolgreich zu gestalten“, echauffiert sich Adam. Bälle würden nach dem Training nicht weggeräumt, Trainingstore nicht weggestellt. „Wir haben der Mannschaft klargemacht, dass das so auf keinen Fall weitergeht, und das Team vor die Wahl gestellt: „Entweder ihr zeigt mehr Respekt und fordert nicht immer nur irgendetwas ein oder ihr müsst es lassen.“ Als Reaktion darauf hätten sich „einige Spieler“ gegen den Verein entschieden. Um wie viele Akteure genau es sich handelt, vermochte Adam nicht zu sagen: „Diese Thematik ist im Fluss. Ob es zwei, vier oder acht sind, wird sich erst herauskristallisieren müssen.“
Vor diesem Hintergrund stehe auch in Frage, ob der SV09 Somborn am kommenden Sonntag sein Kreisoberliga-Spiel beim FSV Bad Orb bestreiten könne. „Wir müssen die Entwicklung abwarten.“
Geld spielt (k)eine Rolle
Empört von sich wies Adam hingegen den Vorwurf, der gestern in sozialen Netzwerken mit Blick auf den Somborner Vorstand aufkam und der im Kern besagt, dass die SVS-Chefetage den Spielern keine Aufwandsentschädigungen mehr zahlen würde beziehungsweise mit den Zahlungen im Verzug sei. „Das ist absoluter Käse. Wer so etwas erzählt, sagt schlichtweg nicht die Wahrheit – und dass man sich dafür noch rechtfertigen muss, dass bei 30 Prozent Trainingsbeteiligung auch nur 30 Prozent Aufwandsentschädigung gezahlt werden, dann ist das mit Worten nicht mehr zu beschreiben“, stellte Adam klar. Und er legt nach: „Der Verein steht an erster Stelle. Wir haben den Fokus in jüngster Zeit ganz bewusst auf die Jugendarbeit gelegt und diese Strategie werden wir auch weiterhin mit Nachdruck verfolgen.“ Die erste Mannschaft werde notfalls zurückgezogen, bestätigte Adam. „Es kann aus unserer Sicht auch nicht sein, dass wir jetzt anfangen, das Gefüge ständig mit Spielern aus unserem B-Team aufzustocken, dann kämen wir in den Bereich der Wettbewerbsverzerrung.
Eine abschließende Lanze brach Adam im Übrigen für Spielertrainer Tuncay Zortuk, der gestern für die GNZ nicht zu erreichen war. „Ohne Tuncay hätten wir schon in der vergangenen Saison keine Mannschaft mehr gehabt. Er hat sich immer tadellos verhalten, auf ihn lasse ich nichts kommen.
Wir haben der Mannschaft am Dienstag bei der Sitzung gesagt: „Ihr könnt jetzt ein entsprechendes Zeichen setzen und euch an Tuncay orientieren — lasst ihn nicht im Stich.“ Dies habe offensichtlich nicht gefruchtet, Zortuk sei aber nach wie vor Tainer des SVS. Dies bestätigte auch Somborns Spielausschussvorsitzender Harald Bossert.

GNZ 21.09.2018 – A-Team

SV09 Somborn – TSV Kassel 2:2 (1:1)

Somborn im Glück: Yahya Basaran brachte die Hausherren nach 38 Minuten mit 1:0 in Führung — es war die erste und einzige Somborner Torchance in der ersten Halbzeit. Kassel versiebte dagegen reihenweise Hochkaräter. Francesco Giustiniani brachte das Kunststück fertig, aus fünf Metern Torentfernung freistehend vorbeizuschießen (7.). Auch in der 32. Minute zielte er bestens postiert zu ungenau. Ein Kopfball von Kassels Christian Schum strich Zentimeter über die Latte (35.). Drei Minuten später machte es Schum besser und konterte die völlig überraschende Somborner Führung postwendend mit dem 1:1 Ausgleich. Damit ging es in die Kabine.
Im zweiten Durchgang machte Kassel da weiter, wo es vor der Halbzeit aufgehört hatte. Die Lotz-Truppe trat weiter donminant auf und ging durch einen Schum-Kopfball erstmals in Führung (53.). Danach war auf beiden Seiten im Offensivspiel Sand im Getriebe. Kassel musste nicht, Somborn konnte nicht. So sorgte eine Standardsituation in der Schlussminute für den glücklichen Somborner Ausgleich, als Michael Preis nach einem Freistoß am höchsten stieg und den Ball unter die Torlatte köpfte (90.).

Statistik

Somborn: Öztürk — Preis, Bulut, Mert, Rossi, Ramadani, Esen, Strohonov, Zortuk, Y. Basaran, Aydin. Eingewechselt: Wüstehube, Shabani.
Kassel: Meyer — Riesbeck, Küstner, Lott, Mendoza, C. Schum, Giustiniani, Sauermann, Sengül, Habig, Amend. Eingewechselt: Günther, Bachmann, Reitz.
SR: Gouziotis (Hainburg).
Z: 50.
Tore: 1:0 Y. Basaran (38.), 1:1 C. Schum (38.), 1:2 C. Schum (53.), 2:2 Preis (90.).
Beste Spieler: Rossi, Esen, Aydin (Somborn) — C. Schum, Küstner, Lott (Kassel).

Ex-Profis von Eintracht Frankfurt trainieren die SV09 Jugend – SV09 Vereinstag

Einen abwechslungsreichen Vereinstag veranstaltete der SV09 Somborn. Neben vielen Spielen von den Bambinis bis zu den Alten Herren, trainierten die Ex-Profis Manni Binz, Cesary
Tobollik und das Team der Eintracht Frankfurt Fußball-Schule die SV09-Kids. Nachdem die Aktiven Ihre Spiele gewonnen hatten krönte zum Abschluss ein bunter Abend im Vereinsheim mit Livemusik von „HörtHörth“ den Schwarz-Blauen- Vereinstag.

Im Rahmen der Aktion „Mainova Fußball-Camps für Kids“ wurde der SV09 Somborn für sein besonderes Engagement mit einem Camp der Eintracht Frankfurt Fußball- Schule ausgezeichnet. Besonders positiv aufgefallen ist der Jury das soziale Engagement der SV09-Jugendabteilung und die Vielfalt der Veranstaltungen, die der Verein für die Jugendlichen organisiert. Dies geht von Trainingslagern, Trainings- Camps, Jugendtagen, Ausflügen und einem großen Jugendturnier bis hin zu einem Tag mit Vize-Weltmeister Sebastian Kehl auf der heimischen Sportanlage.

So trainierten unter anderem der Ex-Nationalspieler Manni Binz die 60 E- bis C- Jugendlichen der Jugendabteilung gemeinsame mit den Jugendtrainern des SV09. Neben vielen tollen Übungen verbrachten die Kids einen kurzweiligen Trainingstag mit den Ex-Profis von Eintracht Frankfurt. Nach dem die Bambinis und die F-Jugend schon Ihre Spiele absolvierten und viele Zuschauer auf den Sportplatz lockten und das Camp parallel lief, griff das B-Team in das Spielgeschehen ein und lief mit den Einlaufkids der Fußballschule zu Ihrem Meisterschaftsspiel gegen Flörsbachtals zweite Mannschaft auf. Das spannende Spiel konnten die Somborner genauso für sich entscheiden, wie die im Anschluss gegen Flörsbachtal 1 spielende 1.Mannschaft des SV09. Ein „Sechs-Punkte“ Wochenende zum Vereinstag, dass war es, was sich die Vereinsverantwortlichen gewünscht hatten.

Am Ende des Tages siegten dann auch die Alten Herren des SV09 gegen die SG Niedermittlau mit 2:1.

Mit so vielen erfolgreichen Ergebnissen und einzigartigen Eindrücken feierten Jung und Alt anschließend gemeinsam im Vereinsheim mit Livemusik und stimmten sich auf das, in der kommenden Wochenende beim SV09 Somborn, stattfindende Oktoberfest ein.

Die Fußball-Schule wurde auch am Sonntag weiter fortgesetzt. Dabei erhielten die SV09-Torhüter von der Eintracht „Torwarttrainer-Legende“ Reinhard „Knobi“ Knobloch viele wertvolle Tipps. Nach den Abschlussturnieren und der Siegehrung wurde die Jugendabteilung des SV09 von Mainova und der Eintracht Frankfurt Fußballschule für Ihre Jugendarbeit geehrt und erhielten die Anerkennung zum „ausgezeichneten Jugendverein“.

Die Kids und die gesamten SV09er erlebten an diesem Wochenende bestes Vereinsleben und hervorragende Zusammenarbeit aller Vereinsmitglieder.